Frühjahrswanderung am Donaudurchbruch

Den Donaudurchbruch bei Weltenburg suchen im Sommer ganze Scharen von Touristen auf. Meist fahren diese per Schiff einmal hin und einmal zurück. Eindrucksvoller und umweltschonender ist eine Wanderung, v.a. eine Frühjahrswanderung am Donaudurchbruch.

Wegbeschreibung

Die Wanderung startet in Kelheim an der Anlegestelle der Ausflugsschiffe, dort kann man das Auto bequem abstellen. Der Weg führt, die Befreiungshalle rechts oben am Berg im Blick, an der linken Flußseite stromaufwärts. Bis zum Klösterl, eine frühere Einsiedelei und heutiger Biergarten verläuft der Weg eben und ist sogar mit dem Rad gut befahrbar. Danach geht es, immer die Markierung mit dem roten Dreieck folgend, das Hochufer steil hinauf durch einen im Frühjahr herrlich grün leuchtenden Buchenwald. Oben angekommen gelangt man im weiteren Verlauf zu mehreren Aussichtspunkten mit Blick hinunter in den Donaudurchbruch. Kurz nach Überquerung des Keltenwalls, steigt man wieder hinab ins Tal und erblickt das Kloster Weltenburg auf der anderen Flußseite. Ein Stück weiter flußaufwärts kann man die Fähre ans andere Ufer nehmen und vom Kloster aus mit einem der Ausflugsschiffe durch den Donaudurchbruch bis Kelheim wieder zurück fahren. Der Rückweg zu Fuß auf der rechten Flußseite ist auch möglich, er schont die ohnehin überlastete Flussstrecke.

Die Donau fließt In fremdem Bett

Die Bezeichnung „Donaudurchbruch“ ist eigentlich irreführend. „Weltenburger Enge“ beschreibt dieses Naturspektakel neutraler. Denn eigentlich hat den Durchbruch ein anderer Fluß gegraben: der Ur-Lech. Vom Graben, hat die Donau nur 10 – 15 Meter gegraben. Sie floß ursprünglich im heutigen Tal der unteren Altmühl und zog erst vor rund 150 Tausend Jahren um.

Touristischer Hotspot im Sommer

Das Gebiet um die Weltenburger Enge ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns. Bereits 1840 setzte sich der bayerische König Ludwig I für deren Schutz ein. In den Sommermonaten kommen inzwischen so viele Touristen hierher, daß Umweltverbände eine Reduzierung der Schifffahrt fordern, um die einzigartige Natur zu schützen. Also die Bitte an alle: die Sommermonate meiden. Ein weiterer Vorteil: die Stille.

Bisher erschienene Blogbeiträge zwischen Donau und Altmühl:
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