Nördlich von Garching bei München steht Deutschlands berühmtester Forschungscampus. Nicht nur die Zahl der Nobelpreisträger, die hier arbeiten ist außergewöhnlich, auch die ganze Anlage. Nobel Valley: Der beste Wissenschaftsstandort in Deutschland
Hochkarätige Forschung am Campus
Der Forschungscampus in Garching bei München wird auch als „Nobel Valley“ bezeichnet. Er ist eine der führenden naturwissenschaftlich-technischen Wissenschaftsstandorte in Deutschland, wenn nicht gar in Europa. Das gilt insbesondere für die Physik. Aktuell forschen derzeit drei Nobelpreisträger hier bzw. leiten Forschungsinstitute:
Ferenc Krausz , Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Nobelpreis für Physik 2023 für Attosekundenphysik.
Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Nobelpreis für Physik 2020 für Arbeiten zum Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße.
Theodor W. Hänsch, langjähriger Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching; weiterhin wissenschaftlich mit dem Institut verbunden. Nobelpreis für Physik 2005 für Beiträge zur Entwicklung der laserbasierten Präzisionsspektroskopie, einschließlich der optischen Frequenzkammtechnik.
Ein Wissenschaftsstandort auf der grünen Wiese
Am Campus sind nicht nur Forschungseinrichtungen angesiedelt wie die TU München, die Max-Planck-Gesellschaft, das European Southern Observatory (ESO) und Leibniz-Institute, sondern der Campus dient auch der Lehre. Lt. TU München kommen täglich rund 15.000 Studenten auf den Campus, zumeist mit der U-Bahn.
Die Entscheidung für die Gründung eines solchen Campus weit außerhalb Münchens ging auf die 50er Jahre zurück. 1957 beginnt die wissenschaftliche Nutzung des Geländes durch die damalige Kernforschungsanlage der Technischen Hochschule München. 1960 erfolgte die Inbetriebnahme des ersten deutschen Forschungsreaktors, des berühmten „Atomeis“ – offiziell FRM I (Forschungsreaktor München). Das Atomei steht heute noch, allerdings derzeit umringt von Baukränen.
Die heutigen modernen Gebäude stammen v.a. aus den 2000er Jahren. Der Wissenschaftsstandort ist geprägt von großen Solitärbauten und weiten Sichtachsen. Zwischen den Gebäuden besteht viel freier Raum, was man gut an den nachfolgenden Panoramaaufnahmen sehen kann.
Eine Spielwiese für die Architekturfotografie
Wer sich in Architekturfotografie üben möchte, findet hier viele Motive. Eine Mischung aus Betonmoderne, Hightech-Fassaden, Glasstrukturen, Lichtachsen und starken geometrischen Perspektiven. Ich empfehle, den Ort für diese Zwecke am Wochenende aufzusuchen, wenn die Studenten Zuhause sind. Sonniges Wetter betont außerdem die klaren Strukturen und hebt die Kontraste hervor. Vom U-Bahnhof aus kann man alle Gebäude leicht zu Fuß erreichen. Hier eine Auswahl:




„Galileo“ – Neue Mitte Campus Garching, Fertigstellung 2019, Architekten: Nickl & Partner Architekten

Laborgebäude des TUM Center for Functional Protein Assemblies (CPA), Fertigstellung 2019, Architekten: Carpus + Partner AG



ESO Headquarters, Fertigstellung 2013, Architekten: Martin Fehling, Peter Gogel, Auer Weber

ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum, Fertigstellung 2018, Architekten: Bernhard + Partner




Fakultät Maschinenwesen der TUM, Fertigstellung 1997, Architekten: Henn Architekten

Leibniz-Rechenzentrum, Fertigstellung 2006, Architekten: Thomas Herzog / Herzog + Partner
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Lieber Jürgen,
das sind Erinnerungen an längst vergangene Tage. Früher war ich regelmäßig hier zu Besichtigungen im Beschleunigerlabor oder beim Fusionsreaktor.
Wirklich eine spannende Ecke.
Viele Grüße Horst
Lieber Horst,
vor allem ein Lichtblick in der sonst so verzagten deutschen Larmoyanz.
Liebe Grüße Jürgen