Sichtbares Umdenken

Wo früher in München der Güterbahnhof lag, ist in den letzten beiden Jahrzehnten mit dem „Arnulfpark“ ein schickes neues Viertel direkt in der Nachbarschaft zur Innenstadt entstanden. Dieses Viertel ist seit dem letzten Wochenende durch eine rund 240 m lange und 6 m hohe Brücke über die 37 Gleise des Hauptbahnhofs mit der Südseite der Stadt, der Schwanthalerhöhe, verbunden. Nicht für Autos – nein, nur für Fußgänger und Radfahrer.

Weihnachtslieder to go

Wenn schon derzeit keine Konzertbesuche möglich sind, dann gehen die Musiker eben zu ihren Zuhörern. So das Hornquartett der Münchner Philharmoniker, die eine kleine Tournee durch Münchner Seniorenheime veranstalteten. Die Seniorinnen und Senioren freut es, den exzellenten Musikern direkt von ihrem Fenster oder der Hausterrasse aus den weihnachtlichen Liedern zuhören zu können. Und anders als im Konzertsaal ist mitsingen ausdrücklich erwünscht. Die Musiker*innen: Mia Schwarzfischer, Ulrich Haider, Alois Schlemer und Hubert Pilstl.

Auf Stelzen – mit Abstand

Welchen Vorteil haben Stelzen? Sie halten uns in Zeiten der Pandemie auf Abstand. Trotzdem möchte ich nicht tauschen mit den beiden Stelzentänzerinnen, die am vergangenen Montag ihre Perfomance im stockdunklen Innenhof des Seniorenheims Heilig-Geist der MünchenStift aufführten.

Kunst im lockdown

Bevor in München die Ausgangsbeschränkungen verschärft wurden, bot sich noch die Gelegenheit eine beeindrückende Videoinstallation anzusehen. Für diejenigen, die in der Innenstadt wohnen, kann man noch bis 14.02. gut einen Spaziergang dorthin unternehmen, allerdings derzeit wegen der Sperrstunde nur bis 21 Uhr. Das Team um die Viedeokünstlerin Betty Mü bringt die Kunst der Museen des Kunstarreals um den Königsplatz auf die Außenwände. Nach dem Motto: wenn man schon nicht reinkommt, kann man wenigstens sehen, was drinnen verborgen ist.

Die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Beim Rückblick auf das eigene fotografische Jahr 2020 stellt sich wohl jeder die Frage, wie hat die Corona-Pandemie die eigene Fotografie verändert? Als erstes fällt mir auf, dass ich viel weniger Bilder gemacht habe. Klar, das Reisen in ferne Länder, wo allein wegen der Neuheit schon mehr Bilder aufgenommen werden, war gestrichen. Außerdem fehlten in diesem Jahr viele Veranstaltungen, seien sie öffentlich oder privat. Und in der Streetfotografie war ich es auf Dauer leid, Menschen mit Schutzmasken abzulichten. Was ist nun geblieben?

Harz – nah und doch in weiter Ferne

In Zeiten des „Lockdown light“ sind selbst so nahe liegende Reiseziele wie der Harz in weite Ferne gerückt. Im Sommer 2020 wählten wir eine Reise in den Harz als Alternative zur ausgefallenen Reise in den Südwesten der USA (die irgendwann, wenn Corona vorbei ist … nachgeholt werden soll). Herausgekommen ist eine Reise mit allen Facetten, die uns wichtig sind: Natur, Kultur, Geschichte, Kunst und interessante Menschen. Jetzt, im „Lockdown light“ ist die Zeit gekommen, ein Buch (Print + eBook) über die Reise fertigzustellen. Wen’s interessiert, hier der Link zum downloaden des eBook (ca. 50 MB), einfach anklicken, kostet nix:

Harz Rundreise 2020

 

München – from street with love

Die Corona-Pandemie will einfach nicht enden und so verbringt man wieder mehr Zeit zu Hause. Zeit um die Archive durchzustöbern, Kurzlebiges rauszuwerfen und zu entscheiden, was wirklich aufbewahrenswert ist. So sind eine Reihe von Streets wieder an die Oberfläche gerückt, die so nebenbei zwischen Besorgungen und Spaziergängen in München entstanden sind.

Gegen das Vergessen

Es war der 26. September 1980. Ein normaler Oktoberfest-Tag ging zu Ende, die Menschen strömten gegen 22 Uhr dem Ausgang zu. Da passierte es. Das größte Attentat in Deutschland seit dem II. Weltkrieg. 13 Menschen, darunter zwei Kinder starben. 221 Menschen wurden verletzt, teilweise schwer. Viele leiden heute noch unter den traumatischen Ereignissen. Der Attentäter, ein Mitglied der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann kam bei dem Attentat selbst ums Leben. Die Behörden spielten den rechtsradikalen Hintergrund herunter. Nach den Hintermännern wurde nicht wirklich gefahndet. Die Theorie des Einzeltäters sollte davon ablenken. Am Tag nach dem Attentat wurden die Spuren beseitigt und das Oktoberfest fortgesetzt.

Neue Graffiti-Kunst im schicken Viertel

(Special Locations in München)

Das Werkviertel am Ostbahnhof in München ist für jeden Graffiti-Freund ein Begriff. Inzwischen schreiten die Bauarbeiten für die neuen Gebäude weiter voran und mancher könnte meinen, das Ende der Graffiti-Kunst auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände sei damit besiegelt. Mitnichten. In letzter Zeit sind wieder neue Graffitis entstanden bzw. entstehen dieser Tage neu. Ein Grund mehr, bei schönem Herbstwetter mal wieder hinzugehen. Außerdem gibt es für kurze Zeit dort noch den Oktoberfest-Ersatz #sommerinderstadt mit Fahrgeschäften und Bierausschank.