Kostengünstiges Wohnen war das Hauptthema der Kommunalwahl in München. Beispiel Freiham: ein neues Quartier entsteht.
Eine Stadt in der Stadt
Im Münchner Westen entsteht eines der größten Neubaugebiete Europas. Bis 2035 sollen in Freiham über 25.000 Menschen wohnen und arbeiten. Es wird eine neue Kleinstadt auf 350 Hektar geschaffen. 2006 begann die Erschließung des Gewerbegebiets im Süden, 2013 folgte der S-Bahnanschluss und 2019 wurde der Bildungscampus eröffnet, das größte Schulzentrum Münchens. Momentan wird der zentrale Platz fertiggestellt, der nach Mahatma Gandhi benannt ist.
Ein Masterplan für eine Stadt
Das Besondere an diesem Quartier ist der Versuch, eine komplette Kleinstadt nach einem Masterplan zu schaffen. Die Infrastruktur wurde von Anfang an eingeplant, um eine Stadt mit kurzen Wegen zu ermöglichen. Wichtige Versorgungseinrichtungen wie Geschäfte, Schulen, Kindergärten und Gastronomie sind rund um den Mahatma Gandhi Platz angesiedelt und bereits in Betrieb. Dazu wird ein großer Park geplant.
Soziales Leben bitte kommen
Bezahlbares Wohnen ist in der teuersten Stadt Deutschlands, München, wichtiger denn je, wie die letzte Kommunalwahl zeigte. Die Grünen gewannen mit dem Ziel, 50.000 neue Wohnungen zu schaffen, und stellen nun den Oberbürgermeister. München braucht dringend mehr Projekte wie Freiham, um den großen Bedarf zu decken.
Allerdings steht man bei neuen Stadtentwicklungen oft vor der Herausforderung, ein soziales Leben zu schaffen. Die neu gebauten Stadtteile wirken noch frisch und einheitlich, ihre Architektur ist kostengünstig, aber oft monoton. Es gibt zwar einige fliegende Händler am Gandhi-Platz, die frische Lebensmittel anbieten, und nachmittags sind die Cafés und Fastfoodketten mit Schülern gefüllt. Doch bis ein „Wirgefühl“ im neuen Stadtteil entsteht braucht es viel Zeit und entsprechende soziale Angebote.















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Die Ausarbeitung in SW ist absolut passend.
Viele Grüße
Horst
Lieber Horst, das SW betont die Künstlichkeit, die in all diesen Projekten am Anfang besteht. So als liefe man durch eine Architekturmodell.
Liebe Grüße Jürgen