Für Interessierte an Streetart ist die Donnersbergerbrücke im Münchner Stadtteil Neuhausen/Nymphenburg schon lange eine erste Adresse. Als ich mich letzthin an einem regnerischen Tag dort unterstellte, endeckte ich viel Neues: einen Urwald unter der Betonbrücke.
Ausgebaut und verbreitert in den 70er Jahren (rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen 1972) gilt die Donnerbergerbrücke als eine der meistbefahrenen Strecken in Europa. Entsprechend hoch fällt die Feinstaub- und Stickoxydbelastung aus. Was passt da besser dazu, als an die Betonpfeiler einen bunten Urwald zu malen?
Die Karriere der Brücke als Freiluftgalerie begann 2012. Mit Unterstützung des Baureferats und der Münchner Stadtsparkasse durften Graffiti-Künstler erstmals die Pfeiler legal besprühen. So entstand eine der größten Graffiti-Galerien Deutschlands. Die unten gezeigte Graffitikunst stammt aus dem Jahr 2020. Künstler wie Lion Fleischmann (Marienkäfer), Beastiestyliz (Katze mit Propeller, lila Blume mit Mädchengesicht), Eazy (Pilz, Frosch, Vogel mit Mütze), Matthias Mross (Huhn) verwandeln seither den nördlichen Brückenabschnitt in einen Urwald mit buntem Getier.
Wer also mal wieder an einem tristen, regnerischen Tag nach Fotomotiven sucht, findet sie hier garantiert. Und die Familie wird auch nicht meckern, denn für Kinder ist der Besuch sicher ein großer Spaß.
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