Vielfalt als Stärke

Der CSD-Pride in München stand 2026 unter dem Motto „Unsere Vielfalt – unsere Stärke“. Die LGBTQ+ – Community trotzte der extremen Hitze und zeigte Präsenz: Vielfalt als Stärke.

Der Hitze widerstanden

Die ach so woke Community, die von manchen als „verweichlicht“, „feminin“ oder gar schwach angesehen wird, zeigte sich in München hitzeresistent. Einfälle, wie man den Umzug durch die Innenstadt am heißesten Juni-Tag seit langem durchsteht, gab es reichlich: Wassernebel aus Sprühflaschen, mobile Ventilatoren und v.a. leichte und luftige Kleidung sorgten dafür, daß die Hitze der fröhlichen Stimmung nichts anhaben konnte.

Minderheitenrechte unter Druck

Die Tatsache, daß München sich mit dem neuen Oberbürgermeister Dominik Krause einen schwulen Verwaltungschef an die Stadtspitze gewählt hat, darf über eines nicht hinweg täuschen: weltweit sind die Rechte von Minderheiten, seien sie ethnischer oder sexueller Natur oder herkunftsbezogen immer stärker bedroht. Daher richtet sich die schwule Community darauf ein, in Zeiten wachsendem Autoritarismus Erreichtes zu verteidigen. Sie will die Mehrheit davon überzeugen, Minderheiten nicht als Bedrohung, sondern als Stärke für die Gemeinschaft zu betrachten. Und ein Blick in die Geschichte zeigt, daß erfolgreiche Gesellschaften in der überwiegenden Zahl solche waren, die Vielfalt und Toleranz im Innern praktiziert hatten.

Die optischen Highlights

Hier ein paar Portraits aus dem Umzug, die v.a. zeigen mit wieviel Liebe fürs Detail und Phantasie manche Teilnehmer sich kostümiert hatten. Sie gewinnen die Aufmerksamkeit des Fotografen, doch die Mehrzahl der Teilnehmer kam ganz ohne Kostüm aus. Glitzer, Musik und schrille Auftritte gehören dazu. Das eben bedeutet Vielfalt auszuhalten.

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