Der Löwenbräukeller

Nicht ganz so bekannt wie das Münchner Hofbräuhaus, aber doch eine Institution im touristischen, wie auch einheimischen Kulturkalender der Stadt: der Löwenbräukeller.

Zeitweilig ein Hort der nationalsozialistischen Bewegung

In den 80er Jahren des 19. Jh. wurde der Löwenbräukeller errichtet, mit elektrischer Beleuchtung, Tischdecken und Servietten ausgestattet. Zu Beginn des 20. Jh. entwickelte er sich allmählich zu einem eleganten Bierpalast mit großen Sälen für Feste, Bälle und andere Veranstaltungen. Er war ein bürgerlich-konservativer Veranstaltungsort geworden.

Die Nazis nutzten den Löwenbräukeller wie auch den Bürgerbräukeller ab den 20er Jahren für viele Veranstaltungen. Er wurde zu einem zentralen Versammlungsort für die „Hauptstadt der Bewegung“. Die Eigentümer profitierten wirtschaftlich davon. Nach dem Krieg und dem Wiederaufbau ist der Löwenbräukeller heute eine politisch neutrale Institution für Bier und Feste in München.

Fotografisches Highlight bei Nacht

Die Fassade des Gebäudes am Stiglmaier Platz wurde originalgetreu restauriert, einschließlich des Turms von Friedrich von Thiersch, der auch den Münchner Justizpalast entwarf (siehe Blog Palast mit einer Kammer des Schreckens). Tagsüber finde ich die Fassade mit den stilisierten Löwen zu manieriert, aber nachts wird das Gebäude durch die moderne Beleuchtung zu einem fotografischen Highlight der Stadt.

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2 Gedanken zu “Der Löwenbräukeller

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