Seit 1965 findet in München die erste große Kirmes des Jahres auf der Theresienwiese statt, genannt Münchner Frühlingsfest: manche nennen es auch die kleine Wiesn. Sie ist charmanter, fröhlicher und jünger als ihre große Schwester im Herbst.
Charmanter, fröhlicher, jünger
Vielleicht liegt es ja auch daran, daß nach der Winterpause die Vergnügungen im Freien freudiger angenommen werden. Das frühsommerliche Wetter hat dieses Jahr auf alle Fälle einen großen Anteil. Mein Eindruck beim Schlendern durch das Frühlingsfest ist positiv: das Fest ist kleiner, überschaubarer als das Oktoberfest. Es findet mehr draußen als drinnen statt, da es nur wenige geschlossene Zelte gibt.
Natürlich sind weniger Touristen vor Ort, aber viel mehr Familien mit Kindern und vor allem viel mehr junge Menschen. Auffallend viele Münchner mit Migrationshintergrund vergnügen sich beim Fest, ein schönes Beispiel für Integration. Und eines gefällt mir besonders: weniger Schaulaufen. Der informelle Uniformzwang mit Dirndl und Lederhosn ist viel weniger ausgeprägt.
Fotografisches Experimentierfeld
Als Fotograf macht es einen Riesenspaß. Vor allem wenn man in der goldenen Stunde kommt und bis zur Dunkelheit bleibt. Die üppige LED-Beleuchtung der Fahrgeschäfte erzeugt einen wahren Farbenrausch. Und man kann mit den schnellen Bewegungen der Karussells, Loopings und anderen beweglichen Objekten spielen. Oft sind die Treffer reine Glücksache. Seht selbst.



















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Lieber Jürgen,
neben tollen Porträts und einfühlsammen Momentaufnahmen vermitteln deine Bilder das gesamte Spektrum eines Frühlinsfestes. Anspannung (14), pure Freude (15), Bewegung (17). Farbenrausch (12) und Feststimmung mit leuchtenden Farben und gelungener Freistellung. Rundum ein gelungener Beitrag.
Liebe Grüße Horst
Lieber Horst, über dein ausführliches Feedback habe ich mich sehr gefreut. Liebe Grüße Jürgen