Die Sonne brennt vom Himmel. Die Kontraste zwischen Licht und Schatten sind stark . Daher ist der August ein Eldorado für die Schwarz-Weiß-Fotografie: Streifzüge durch München – August 2024
In diesem August das Thema „Der Streetfotograf als Flaneur“ zu bearbeiten war reichlich schweißtreibend. Unter Tags stiegen In München die Temperaturen auf 30° Celsius, wozu die Versiegelung unserer Stadt ein Übriges beiträgt, den Aufenthalt im Freien unangenehm zu gestalten. Doch der August bietet Gelegenheit, knackige, kontrastreiche Fotos zu erzeugen. Am Besten sucht man sich Ecken mit starken Schlagschatten als Bühne aus und wartet, wer die Szenerie betritt. Und wenn es gar mir zu heiß wurde, flüchtete ich in die heruntergekühlten Museen oder Cafés, wo ich ebenfalls interessante Motive für das Spiel von Licht und Schatten fand.
In der Nachbearbeitung braucht es dann nicht mehr viel, um die Tonwerte weiter zu trennen und die dunklen Schatten den weißen, sonnenbestrahlten Bildteilen gegenüberzustellen. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Hauptmotiv bzw. bei der Streetfotografie auf die Person gelenkt. In der Schwarzweißfotografie tritt die Wirkung der Tonwerttrennung noch viel stärker hervor, da außer schwarz und weiß keine weitere Farbe den Blick des Betrachters ablenkt.
Sehr schöne Beispiele für diese Art von Fotografie zeigt der Fotograf Rupert Vandervell in seinem kleinen Büchlein „Fine Art Street Photography“. Die Bilder unten sind überwiegend im Münchner Stadtteil Pasing-Obermenzing entstanden.











Hier findest du weitere Blogs zu München.

Lieber Jürgen,
das drittletzte Bild überzeugt mich besonders. Hier verschmelzen mensch und Bauwerk zu einem „Gesamtkunstwerk“.
Liebe Grüße, Horst
Lieber Horst, vielen Dank. Ja, das Foto ist auch eines meiner Favoriten. Wie so oft führte der Zufall dazu. Ich besuchte eine Ausstellung in der Städtischen Galerie Lenbach, blickte nach oben ins Treppenhaus und sah den Mann herunter kommen. Was die Sache auflockert, sind die grauen Flächen um das Treppengeländer. Liebe Grüße Jürgen