Athen – warum man sich Zeit nehmen sollte

athen_2018_018Wenn man Griechen auf dem Festland erzählt, man verbringe noch fünf Tage in Athen, dann erntet man ungläubiges Kopfschütteln. Athen? Da kann man sich bestenfalls die Akropolis ansehen oder an die Badestrände vor der Stadt fahren, aber niemals mehrere Tage verbringen. Wir haben es ausprobiert. Zugegeben, es wirkt wie eine Mischung aus Dritter und erster Welt. Auf der einen Seite privater Reichtum hinter hohen Mauern und Zäunen in prachtvoll blühenden Gärten, auf der anderen Seite vernachlässigter öffentlicher Raum, angefangene Betonskelette oder dem Verfall preisgegebene Gebäude aus der vorletzten Jahrhundertwende. Und doch: man trifft auf lebhafte Märkte mit frischen Gemüsen, Fisch und Fleisch, allerlei Trödel, der auf eine neue Bestimmung wartet und dem Besucher gegenüber sehr aufgeschlossene Athener, welche den ganzen Tag über die unzähligen Cafés bevölkern. Allerdings kann man hier auch eine Stadt im Verkehrschaos studieren, gerade mal drei U-Bahn-Linien für vier Millionen Einwohner und eine Smogbelastung, die man besser im Hochsommer nicht austestet. Ja, man kann mehrere Tage gut verbringen, sich Zeit lassen für die hervorragenden Museen mit ihren weltweit einmaligen Schätzen, inzwischen die Cafés ausprobieren und dem Treiben einfach zusehen.

🇬🇧 If you tell Greeks from the mainland  you are spending five extra days in Athens, the answer is surprised astonishment, shaking of heads. Athens? At best you can visit the Acropolis or go to one of the beaches in the vicinity of the city, but never spend a couple of days there. We gave Athens a chance. Admittedly the scene there represents a mixture of Third and First World. On the one hand, private wealth hidden behind high walls and fences in magnificently flowering gardens, on the other hand neglected public space, concrete skeletons or buildings from the turn of the 20th century left in decay. And yet: you come across lively markets with fresh vegetables, fish and meat, all sorts of antiquities, waiting for a new owner and meet very open-minded Athenians who are populating the countless cafes all day long. However, the visitor can also study a city almost suffocating in chaotic traffic, only three subway lines for four million inhabitants and a rate of smog , which should rather not be tested  in midsummer. Yes, you can well spend several days there, taking your time for the excellent museums with their world-wide unique treasures, enjoying the numerous cafes, just watching the world go by.

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