Athen – warum man sich Zeit nehmen sollte

Wenn man Griechen auf dem Festland erzählt, man verbringe noch fünf Tage in Athen, dann erntet man ungläubiges Kopfschütteln. Athen? Da kann man sich bestenfalls die Akropolis ansehen oder an die Badestrände vor der Stadt fahren, aber niemals mehrere Tage verbringen. Wir haben es ausprobiert. Zugegeben, es wirkt wie eine Mischung aus Dritter und erster Welt. Auf der einen Seite privater Reichtum hinter hohen Mauern und Zäunen in prachtvoll blühenden Gärten, auf der anderen Seite vernachlässigter öffentlicher Raum, angefangene Betonskelette oder dem Verfall preisgegebene Gebäude aus der vorletzten Jahrhundertwende.

Peloponnes im Frühling

Wo soll man heutzutage noch hinfahren bei alle den Reisewarnungen, wenn einem in Mitteleuropa der Winter zu lange dauert und man sich nach warmen Sonnenstrahlen sehnt? Hier ein Tipp: den Peloponnes bereisen, Griechenlands größte Insel (nachdem man den Kanal von Korinth gegraben und den Peloponnes vom Rest Griechenland getrennt hatte). Im April blühen in der sonst so kargen, dem Mond ähnlichen Landschaft wie z.B. der Halbinsel Mani, die Büsche in braun, rot und gelb. Der Klatschmohn auf dem Peloponnes ist so dunkelrot, wie sonst nirgendwo.