Beim Döner vereint

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Die jungen Männer, zwischen 21 und 27 Jahre jung, zusammen mit ihrem Schichtführer für die Spätschicht Ersin laden mit ihrem Lachen ein, am Dönerstand Oliva im Untergeschoss der Münchner Freiheit anzuhalten.

Doch hinter jedem dieser scheinbar so fröhlichen Gesichter verbirgt sich ein trauriges Schicksal. Mit knapp 20 Jahren alleine aus Pakistan geflohen. Nach dem Abitur aus der Heimat in der Türkei geflohen, ohne Aussicht darauf den Berufswunsch Apotheker hier in Deutschland zu erreichen. Vor dem Krieg aus Afghanistan geflüchtet, hoffen auf Einbürgerung nach fünf Jahren. Der Wunsch, einen deutschen Pass zu bekommen, um ungefährdet einmal wieder die Heimat besuchen zu können.

Quick Snack im Untergrund

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Quick Snack im Untergrund

„Ich brauche die Sonne“, meint Tsonka Mateva, als sie sich zum Interview einen Stuhl im Café aussucht. Kein Wunder, kommt sie doch aus der sonnenverwöhnten Hauptstadt Bulgariens, Sofia. Überhaupt macht Sie einen zuversichtlichen Eindruck, wie jemand, der Herausforderungen gerne annimmt. So auch die sprachlichen. Nach einem dreiviertel Jahr in der Schweiz, war sie in München doch überrascht, dass deutsche Sprache so verschieden sein kann. Seit gut neun Monaten lebt und arbeitet Sie hier in München. Morgens zur Sprachschule, für den „B1-Abschluss“ gelernt, nachmittags dann als Verkäuferin im Coffee-Shop auf dem Bahnsteig unter dem Odeonsplatz.

Semana Santa – christlicher Fundamentalismus

Mir sind die Bilder von Kapuzenmännern aus den amerikanischen Südstaaten im Kopf, wie sie einer weißen Rassenideologie zur Durchsetzung verhelfen wollen, indem sie Schwarze drangsalieren und martialische Feuerriten pflegen. So vorgeprägt, fällt es schwer, den katholischen Prozessionen zur spanischen Semana Santa etwas Positives abzugewinnen. Auch hier treten Kapuzenmänner und -frauen auf, genannt Nazarenos. Sie sammeln sich in der Kirche und ziehen vor Ostern mit markdurchdringendem Getrommel, einem getragenen Wiegeschritt und häufig sogar barfuß durch die Straßen der Städte.

Oman – die Schweiz Arabiens?

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Zunächst ist der Reisende verblüfft. Vierspurige Straßen, nächtliche Beleuchtung bis in die Dörfer, herausgeputzte Einfamilienhäuser mit ummauerten Gärten in den Vororten und eine Hauptstadt blitzblank und strahlend weiß. Wohin man schaut: kein einziger Wolkenkratzer, dafür großteils geschmackvolle Bürogebäude und Shoppingcenter, alles sehr sehr sauber und ordentlich. Lernt man das Land näher kennen, so fallen erst einmal die in Weiß gekleideten männlichen Omanis auf, die dem Reisenden sehr aufgeschlossen und freundlich begegnen. Auf dem zweiten Blick erst die Frauen, zumeist in schwarz und in der Minderzahl.

Venedig – die globalisierte Stadt

Venedig ist auf dem besten Weg zum globalen Freizeitpark. Die Wohnbevölkerung weicht zurück, die Touristen, insbesondere die aus den Kreuzfahrtschiffen, übernehmen die Herrschaft in den engen Gassen Venedigs und machen aus der einst mächtigen Lagunenstadt einen Freizeitpark. Wo früher Bäcker, Metzger und Handwerker ihre Leistungen anboten, befinden sich heute Cafés und Restaurants, Souvenierläden und Hotels. Wohnungen wandeln sich zu Ferienappartements, die Jungen ziehen weg aus der Stadt.

Jerusalem – die Stadt der vielen Gesichter

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In Jersualem treffen  verschiedene Kulturen und Religionen aufeinander, die auch in den Gesichtern der Menschen dieser Stadt sichtbar werden. Ob orthodoxe Juden, christliche Palästineser, muslimische Araber – die Stadt könnte der Welt zeigen, dass das Zusammenleben auf engstem Raum trotz konfliktreicher Geschichte möglich ist. Was im Alltag oft gelingt, geht in kritischen Situationen jedoch schief.

Kubanische Momente – Moments in Cuba

Die Fotos entstanden während zweier dreiwöchiger Reisen nach Kuba in den Jahren 2015 und 2016, bald 30 Jahre nach meinem ersten Besuch der Insel.
Es handelt sich bei den Fotos um spontane Straßenszenen bzw. Portraits, teils von den Portraitierten unbemerkt, teils mit Wissen des Abgebildeten erstellt.

🇬🇧 These photos were taken during two trips to Cuba, three weeks each, in 2015 and 2016, almost 30 years after my first visit to the island .
The photos show street scenes and portraits, spontaneously taken, some unnoticed by the persons portrayed, some with their consent.