Die Ausstellung „Ich bin schön“ in der Pasinger-Fabrik in München setzt sich mit einem aktuellen Sujet auseinander: was ist „schön“? Bin ich schön?
Schönheitsideale hinterfragen
Ich finde die Gegenüberstellung zweier Genres spannend. Auf der einen Seite stehen Studierende der Klasse Anke Doberauer an der Akademie der Künste in München, die mit bildender Kunst gängige Schönheitsideale hinterfragen. Auf der anderen Seite stehen Studierende der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin, die durch Portraits von Gleichaltrigen andere Vorstellungen von Schönheit zeigen.
Gegenmodell zu Idealen in den Social Media
Es werden keine neuen Normen geschaffen, sondern ein Diskurs angestoßen. Das Begleitprogramm der Pasinger Fabrik soll durch Gespräche, Theater und Führungen diesen Prozess unterstützen. Das Alter der Künstler, alles junge Kunstschaffende und Studierende, zeigt, dass die ausgestellten Werke Suchprozesse darstellen. Wie geht der Künstler mit dem Begriff „Schönheit“ um und wie stellt er diesen mit der ihm eigenen Ausdrucksweise dar? Man könnte sagen, es ist ein Kontrapunkt zum Schönheitsideal in Social Media.
Unfertig, diskursiv
Wer diesen diskursiven Ansatz und das manchmal auch Unfertige, im werden Begriffene mag, wer offen für andere Sichtweisen ist, der ist in der Ausstellung gut aufgehoben und nimmt etwas mit. „Ich bin schön“ ist noch zu sehen bis 29.03.2026 in der Pasinger Fabrik, August Exter Straße 1.








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Lieber Jürgen,
das ist ein Thema, das keine eindeutigen Antworten kennt, dafür aber viel Toleranz und Akzeptanz erfordert. Gut, dass du es aufgegriffen hast.
Liebe Grüße Horst
Lieber Horst,
danke. Für unsere jungen Fotografen und Kunststudenten ist es wichtig, mit ihren ersten Arbeiten einen öffentlichen Raum zu finden und ihre Werke zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Dafür bietet die Pasinger Fabrik ein sehr gutes Forum. Hoffe, dass die anstehenden Kürzungen im Kulturetat der Stadt solche Projekte nicht gefährden.
Liebe Grüße Jürgen