Wer im Münchner Stadtteil Pasing an der Würm entlanggeht, kommt zu einer kleinen liebevoll gepflegten Insel mit Blumenkübeln, Gartenzwergen und einem urigen Häuschen darauf.

Was die wenigsten wissen ist, dass von hier der Kanal zu Schloss Nymphenburg abzweigt und die Wasserzufuhr über Schleusen geregelt wird. Mit Hilfe des Kanals werden rund fünf Kilometer weiter östlich die Fontäne oder die große Kaskade des Schlossparks gespeist. Doch wozu dieses Häuschen? Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes Schleusen- und Kanalwärterhäuschen. Der Schleusenwärter hatte neben der Regulierung der Wasserzufuhr nach Nymphenburg die Aufgabe, den Kanal von Treib- und Schwemmgut zu befreien. Im Winter kommt noch eine Besonderheit hinzu: die Würm führt viel Grundwasser mit sich und kann im Winter von unten (!) zufrieren. Dadurch steigt das fliessende Wasser immer höher und führt im schlimmsten Fall zu Überschwemmungen. Der Schleusenwärter mußte den Schleusenbereich dann bei einem strengen Winter vom Treibeis befreien. So kam München zu seiner Eiswachhütte, laut Inschrift aus dem Jahr 1825 (ungesichert). Die hübsche Anlage ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Pflege durch den Schleusenwärter Alfons Geyer.

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