Der Ort: Freiham, der neueste Stadtteil in München. Sonntag Mittag. Ein Spaziergang in zwölf Bildern.
Ich stelle das Auto am Gandhi-Platz ab. Pralle Herbstsonne, harte Schlagschatten. In der Ferne ragt der Bohrturm des Thermalkraftwerks auf (1). Eine Straße, breit wie ein Boulevard, kaum Menschen, kaum Autos. An der südwestlichen Ecke des Platzes trinken zwei Männer vor der Bar ihren Kaffee. Durch die mächtigen Arkadenbögen fotografiere ich das einzige Hochhaus am Platz (2). Zwischen den Säulen raucht ein Mann eine Zigarette und wartet auf den nächsten Gast (3). Im Fenster des Lokals spiegelt sich seine Gestalt. Auf dem grell beleuchteten Platz spielt ein kleiner Junge mit seinem Ball (4). Er hat freie Bahn.
Über eine Treppe gelange ich auf das Dach der Läden im Erdgeschoss (5). Oben öffnet sich eine eigene Welt (6): ein begrünter Innenhof, umschlossen von vier Stockwerken mit Balkonen, dazu Parkbänke und Spielgeräte. Aus geöffneten Balkontüren dringt leise Musik. Eine Wohnoase mitten im neuen Stadtteil.
Weiter zum Schulcampus. Flache Gebäude mit umlaufenden Balkonen, dazwischen viel Raum. Keine engen, asphaltierten Pausenhöfe. Eine großzügige Mensa (7). Am Ende führt eine Unterführung zu den Sportanlagen, die Wände voller Graffiti (8). Licht und Schatten bestimmen den Raum (9). In einer Ecke üben Jugendliche Korbwürfe. Ich rahme die Szene mit der Fußgängerbrücke ein (10).
Auf dem Rückweg kommen zwei Männer von den Sportplätzen herauf. Ihre dunklen Silhouetten zeichnen sich vor den hellen, sonnenbeschienenen Schulgebäuden ab (11). Am Auto noch ein letztes Bild: das neue Bürogebäude der Firma Hofmann, das wie ein Schiffsrumpf in den Himmel ragt (12).












Hier findest du weitere Blogs zu München.
