Asiatischer Herbst in München

Neben dem japanischen Teil des Englischen Gartens gibt es einen weiteren Park in München mit ostasiatischer Gartengestaltung: der Westpark. Ein asiatischer Herbst in München.

Ostasiatische Gartenbaukunst

Zwei Jahreszeiten machen den Besuch speziell des asiatischen Teils des Münchner Westparks besonders reizvoll. Das Frühjahr (siehe Blog Ein Osterspaziergang nach Ostasien) und der Herbst. Die Natur leuchtet im Herbst in allen warmen Farben des Lichtspektrums. Inbesondere gilt dies für den Ahorn der hier besonders häufig anzutreffen ist. Der Ahorn steht im Japanischen für Vergänglichkeit. Die Ahornblätter leuchten im Herbst von hellgelb bis tiefrot.

In der ostasiatischen Gartenbaukunst spielt das Wasser eine große Rolle. So auch hier im Westteil des Parks. Steine die zum Gang über den See einladen, Steinlaternen welche die Dunkelheit des Universums vertreiben sollen, Holzbrücken über und Plattformen in den Seen, die zum Verweilen auffordern.

Einkehr am Morgen

Die Bundesgartenschau von 1983 hat eine Reihe von asiatischen Tempeln im Westpark hinterlassen. Der prachtvollste davon ist die Sala mit Buddha-Statue die in ihrer Farbgestaltung die Herbstfarben das ganze Jahr über zeigt. Umso harmonischer wirkt der Tempel nun im Herbst, wo die Natur diese Farben wiederspiegelt. Wer morgens durch den Park streift, trifft den einen oder anderen Besucher, der hier im Schatten des Tempels seine gymnastischen Übungen durchführt und sich beeinflussen läßt von der Stille und inneren Einkehr des Ortes. Ganz im Sinne von Buddhas Lehre, wo der Garten nicht zum Betrachten sondern zur Erfahrung gedacht ist.

Der Park als Ersatzlebensraum für viele Tierarten

Wie sehr unsere Parklandschaften inzwischen von vielen Tierarten als Ersatzlebensraum angenommen werden, konnte ich bei meiner Fototour ganz nah erleben. Wenn am Morgen nur wenige Menschen im Park unterwegs sind, kommt auch der Fischreiher zu seinem Frühstück.

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2 Gedanken zu “Asiatischer Herbst in München

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