Das authentischste aller Münchner Volksfeste: die Auer Dult.
Drei Mal gibt es sie im Jahr: die Mai-Dult, die Jakobi-Dult und die Kirchweihdult. Sie finden alle drei im Stadtteil Au-Haidhausen, auf dem Mariehilfplatz statt. Der Begriff „Dult“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen tult und bedeutete Kirchenfest. Es handelt sich um eines der ältesten Münchner Volksfeste und es hat bis heute seinen besonderen Charakter erhalten. Nämlich seine drei Bestandteile:
Der Tandlermarkt
Ursprünglich wurde hier v.a. Gebrauchtes verkauft. Haushaltswaren, Kleidung, Werkzeuge und Möbel. Heute ist es ein Antiquitäten- und Sammlermarkt. Viele alte Bücher, Schallplatten, Spielzeug, Kuriositäten und (leider) Militaria.
Der nostalgische Rummelplatz
Alles ist hier etwas kleiner geraten. Das Riesenrad ist nicht riesig, das Kettenkarussell dreht sich auch nur im Kreis und nicht in der Welle, an der Schiffschaukel arbeiteten sich schon unsere Großväter ab. Und viel bayrische Symbolik, Abbilder von König Ludwig II, den sie hier den Kini nennen, oder Sissi.
Der „Haferlmarkt“
Hier kann man sie noch live erleben: die Verkäuferin des weltbesten Gurkenhobels, den Verkäufer der ultimativen Schuhcreme, außerdem Kochlöffel und Küchenutensilien in allen Variationen, Strümpfe, Hüte, Bürsten, Geschirr usw. Die Auer Dult gilt als der größte Geschirrmarkt Europas.
Es ist alle Jahre das gleiche Angebot – und trotzdem zieht es jährlich immer wieder Hunderttausende v.a. Einheimische an. Auch ich komme gerne hierher auf der Suche nach Kuriositäten und natürlich Fotomotiven. Es ist diese besondere Mischung: wenig Rummel, kleine Buden mit bayrischer Kulinarik, kein Massenbetrieb wie auf dem Oktoberfest, viele Familien mit Kindern. Eben: das authentischste Volksfest der Stadt.



















Hier findest du weitere Blogs zu München.
