Indian Maising

Die kleine Gemeinde Maising steht meist im Schatten ihrer großen Schwester Starnberg. Doch bei landschaftlichen Schönheiten kann sie durchaus mithalten. Besonders im Herbst: Indian Maising.

Ein Geschenk der Eiszeit

Die letzte Würmeiszeit hat Maising ein landschaftliches Juwel hinterlassen: der Maisinger See. Von den ursprünglich wohl 55 ha. Seefläche Mitte des 19. Jahrhunderts sind heute noch rund 10 ha. übrig. Der Rest ist verlandet und wird größtenteils landwirtschaftlich genutzt. Der See wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und bietet Brut- und Rastplätze für zahlreiche Vogelarten.

Naturschutzgebiet in Privatbesitz

Wer den See heute besucht, erreicht ihn meist über den am Ostufer gelegenen und nur im Sommer geöffneten Biergarten Maisinger Seehof. Dort befindet sich auch der einzige Badezugang zu dem sonst der Vogelwelt überlassenen See. Als der fischreiche See Mitte des 19. Jahrhunderts aus Staatsbesitz zur Versteigerung angeboten wurde, erwarb ihn die Maisinger Familie Bartl und so ist das Natuschutzgebiet heute Privatbesitz. Das spielt für den Besucher aber keine Rolle: da der See meist von Schilf umgeben ist, kommt man ihm ohnehin nur hier an der Ostseite auf der Höhe des Biergartens näher.

Nur den Einheimischen bekannt

Der See wird meist von Einheimischen und manchen Wochenendausflüglern aus München aufgesucht. Für den Fotografen gibt es viel zu entdecken. Die Wildlifespezialisten nehmen sich die Vogelwelt des Sees vor, die Landschaftfotografen finden ihr Betätigungsfeld am Fallbach, der parallel zum See verläuft (siehe Fotos unten) und in der nahegelegenen Maisinger Schlucht. Und Indian Summer gibt es nicht nur in Nordamerika, Indian Summer gibt es auch hier: Indian Maising.

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2 Gedanken zu “Indian Maising


  1. Lieber Jürgen,
    die Spiegelungen des Herbstlaubes im Bachlauf sind ein dankbares Motiv. Herrlich, da kannst du im wahrsten Sinne des Wortes Waldbaden.
    Liebe Grüße Horst

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