Im ersten Teil der Basel-Highlights ging es um die Klassiker wie Rathaus, Kunstmuseum und Münster. Im zweiten Teil möchte ich einige Orte besuchen, die abseits der Hauptrouten der Touristenströme liegen: Basel-Highlights II.
Ein Fluss als Tor zur Welt
Der Rhein ist die Lebensader Basels und der Schweiz insgesamt. Wegen seiner durchgehenden Schiffbarkeit bis zur Nordsee war es überhaupt erst möglich, dass die Chemie- und Pharmaprodukte von Roche, Novartis u.a. in alle Welt versandt werden konnten. Heute ist Basel der weltweit führende Standort für Life-Sience-Unternehmen und deren Produkte.
Als Tourist sieht man diese bestimmenden Unternehmen in der Skyline, allen voran La Roche mit ihren beiden Bürotürmen, welche die Stadt um mehr als einhundert Meter überragen. Das Rheinufer in der Altstadt wurde inzwischen zum Verweilort umgestaltet. Sonnenbänke am Ufer zu beiden Seiten, Gastronomie und jede Menge idyllische Plätzchen, v.a. um die Mittlere Brücke.





Eine Fabrikstraße als Architekten-Catway
Seit ca. zwei Jahren darf man als Normalbürger das Betriebsgelände (neudeutsch: den Campus) von Novartis betreten. An der ehemaligen Fabrikstraße wird heute weniger produziert als geforscht. Star-Architekten wie Frank Gehry, David Chipperfield oder Kazuyo Sejima haben sich hier mit ihren futuristischen Bürogebäuden ein Denkmal gesetzt.
Durch die Fabrikstraße wandeln Angestellte, deren Herkunft aus aller Welt offensichtlich ist. Hier liegt das geistige Zentrum des Pharmariesen, Einkaufszentren, Restaurants, Biergärten inklusive. Eigentlich bräuchten die Angestellten den Campus nicht zu verlassen, gibt es hier doch alles, was man zum Leben braucht. Für den Besucher gilt: einfach in die Parkgarage fahren, sich am Empfang anmelden und durchs Gelände bummeln. Kostet nix.








Eine Wasserstraßenkreuzung an drei Ländern
Liegt schon die Fabrikstraße von Novartis sowohl auf schweizerischem, als auch auf französischem Grund, so toppt das Ganze noch der Rhein. Am sogenannten Dreiländereck stoßen Deutschland, Frankreich und die Schweiz zusammen. Das Eck liegt im Hafengebiet und wird durch eine raketenähnliche Skulptur aus den 50ern markiert. Drei eiserne Flügel symbolisieren die drei Länder.
Verweilen kann man in einem futuristischen Bau, der 1990 aus einem Architektenwettbewerb hervorging, an dem sich Architekten aller drei Anrainerstaaten beteiligten. In der sogenannten Sandoase stehen Liegestühle und Sonnenschirme bereit. Allerdings war das Wetter bei meinem Besuch nicht danach.





Eine Gasse für die Pop-Musik
Wie kommen Jimmy Hendrix, die Beatles und andere Pop-Größen an eine Wand ins Gärbergässlein in Basel? Ganz einfach: gegenüber dem UrbanArt-Kunstwerk befindet sich eine Bar namens „L’Unique“, die das Graffito in Auftrag gegeben hat. Übrigens kann sich dort melden, wer meint, es würde noch eine wichtige Figur der Pop-Geschichte auf dem Mural fehlen. Es ist ein lebendes Kunstwerk. In der sich anschließenden Gerbergasse (ohne Verniedlichungsform) sind einige der bekannten Baseler Chocolatiers versammelt. Ein guter Ort, sich vom Rundgang zu erholen.




Teil 1 der Basel-Highlights findest du hier: Basel Highlights
und ältere Blogs zu Basel hier:
Der Wenkenhof – Zeugnis zweifelhaften Reichtums
Basel: Die bunte Fassade des Schlachtbetriebs
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Toller Beitrag!
Liebe Grüße Horst
Hallo Horst, vielen Dank. Liebe Grüße Jürgen