Der Montmartre hat viele Gesichter

Der Montmartre gilt neben dem Marais und dem Quartier Latin als einer der meistbesuchten Viertel von Paris. Mit 130 m üNN überragt der Hügel alle anderen Örtlichkeiten in Paris und bietet neben dem Eiffel-Turm den besten Aussichtspunkt über die Stadt – immer noch. Einst Hinrichtungsstätte, daher der Name (Martyrium), riesiges Gipsvorkommen für die eleganten Häuser der Stadt, Mühlen- und Künstlerviertel – alles Vergangenheit. Die Künstler sind weiter gezogen zum Montparnasse, geblieben ist die Gebrauchsmalerei für die Touristen am Place du Tertre. Dann kam der Karriereschritt als Rotlichtviertel – ist es immer noch.

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Das Marais – einzig sicher ist der Wandel

Für viele Besucher ist das Pariser Stadtviertel „Marais“ ein absolutes Muß. Wegen seines quirligen Lebens, seinen jüdischen Restaurants und Geschäften bis hin zur schwulen Partyszene. Dabei wird häufig die Gentrifizierung des Viertels beklagt, die Verdrängung alt eingesessener Geschäfte durch Modeboutiquen, Handelsketten und noblen Etablissements. Die gestiegenen Mieten können sich viele Alteingesessene nicht mehr leisten.

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Mehr als ein Kulturtempel

Wir besichtigten am 16. März die Opera Garnier in Paris. Auf der Rückfahrt von Paris nach München kam am gleichen Abend die Meldung, dass die russische Armee das Theater in Mariupol bombardierte. Wieviele Todesopfer dabei zu beklagen sind, ist bis Stand heute noch nicht klar. Dass Aggressoren, wenn es militärisch schwierig wird, gezielt nicht nur gegen die Zivilbevölkerung vorgehen, sondern auch deren Kultureinrichtungen zerstören möchten, ist in der Geschichte hinlänglich bekannt.

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Kirchenmalerei mal anders

Wer das riesige Benediktiner-Kloster Sankt Ottilien zwischen München und Landsberg besucht, wird sich fragen, wie denn die Streetart hierher an diesen Ort der Kontemplation kommt? Das Ereignis ist schon etwas her (2012) und manches Grafitto bereits verblasst. Bekannte Streetart-Künstler wie Loomit wurden damals zu einem Festival eingeladen und haben großflächige Grafitti an den Wirtschaftsgebäuden des Klosters hinterlassen.

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Imagewandel

Viele versuchen es, manchen gelingt es: der Wandel einer Stadt von ihrem Industrieimage zu Wissenschaft, Dienstleistung und Kultur. Ein bekanntes Beispiel ist Bilbao in Spanien und ein weniger bekanntes ist Linz in Österreich. Wichtig ist dabei wohl, auch das äußere Erscheinungsbild zu verändern. Wie Bilbao zieht die ehemalige Stahlstadt Linz durch spektakuläre Museumsbauten und deren Ausstellungen, durch ein neues Musiktheater und Opernhaus, durch das Mural Harbour und durch ein vielfältiges Festival- und Musikleben nicht nur Touristen sondern auch eine neue Einwohnerschaft an.

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Seevogel-Beobachtung bei Arnarstapi

Der kleine Fleck Arnarstapi im Süden der Halbinsel Snæfellsnes auf Island ist bekannt für seine zerklüftete Küste und das Felsentor, das mitten aus dem Meer emporragt und auf fast allen Bildern zu sehen ist. Wer wie wir im Sommer hier entlang geht, kann zahlreiche Seevögel beobachten. Allerdings nur mit Kopfschutz. Insbesondere die Seeschwalben können sehr aggressiv werden, wenn man ihren Jungvögeln, die sich in den Uferwiesen verstecken, zu nahe kommt. Wie kleine Kampfbomber attackieren die Altvögel den Besucher.

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Snæfellsnes – Klein-Island

Das Timing konnte nicht besser sein. Mit Aufhebung der Quarantäne- und Testpflicht für vollständig gegen Corona Geimpfte am 01. Juli startete unsere Reise zur Halbinsel Sneæfellsnes, die von den Einheimischen als Klein-Island bezeichnet wird, da es hier alles zu sehen gibt, was es sonst auf Island zu bewundern gibt: Vulkanismus, Gletscher, Wasserfälle, heiße Quellen und natürlich Islandpferde und jede Menge Schafe.

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