Wer die Schlagzeilen aus Barcelona vor der Zeit der Corona-Krise noch vor Augen hat, weiß, dass sich die Einwohner massiv gegen die Touristenströme v.a. wegen der vielen Tages- und Kreutzfahrttouristen zur Wehr setzten. Das Wort vom „Overtourism“ machte die Runde und die Forderung nach „nachhaltigen Tourismus“ wurde laut.

Das war nicht immer so. Bis zu den Olympischen Spielen 1992 war das Interesse der Touristen an Barcelona eher mäßig. Danach begann der Run. Jeder der Barcelona seither besuchte und sich durch die Ramblas zwängte, hat die Menschenmassen im Kern der Altstadt miterlebt. So ist es nur verständlich, dass die Einheimischen genug hatten von Tagestouristen, die kaum Geld in der Stadt ließen, oder von Airbnb-Touristen deretwegen Wohnungen in Ferienappartements umgewandelt wurden und die Mietpreise explodierten. Inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Es ist deutlich geworden, wieviele Menschen in der Stadt ihr Geld von und mit dem Tourismus verdienten, der wegen der Pandemie ausbleibt. Ob sich die Touristenströme nach der Pandemie besser steuern lassen, ist eine offene Frage. Wer die Hochsaison künftig meidet, wird sicher wieder ein liebenswertes Barcelona erleben. Hier einige Streets aus Barcelona, als das Reisen noch unkompliziert und der Begriff „PCR-Test“ unbekannt war.

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