Natur im urbanen Raum

München ist die am meisten versiegelte Großstadt Deutschlands. Da ist jeder Raum kostbar, der uns ein Stück Natur zurück gibt: Natur im urbanen Raum.

Ein Englischer Garten ist zu wenig

Sowohl Münchner, als auch Touristen kennen den Englischen Garten als grüne Lunge der Stadt. Gemessen an der Gesamtfläche der Stadt nimmt er jedoch nur einen geringen Raum ein. Selbst ausgedehnte Parkanlagen wie der Westpark, der Park um das Nymphenburger Schloss oder der Pasinger Stadtpark bringen die Stadt im Ranking der deutschen Großstädte nicht nach vorne. Mit 46,1% versiegelte Fläche landet die Stadt am letzten Platz der einwohnerstarken Städte.

In Zeiten des Klimawandels brauchen wir mehr Natur in der Stadt

Über die Notwendigkeit von mehr Natur in der Stadt herrscht weitgehender Konsens. Grünflächen kühlen die Stadt, verbessern den CO2-Gehalt der Luft, bieten Lebensraum für Vögel und Insekten, bauen Stress ab und bieten Erholungsmöglichkeiten. Doch wirklich vorangekommen in der Begrünung der Stadt sind wir in den letzten Jahren noch nicht. Der teure Baugrund wird weiter verdichtet, der Zuzug in die Stadt hält an. In den kommenden Sommermonaten werden wir es wieder zu spüren bekommen, wenn die Innenstadt unerträglich heiß wird.

Grüne Oase im Westen: die Aubinger Lohe

Ganz im Westen der Stadt, unweit des neu entstehenden Stadtteils Freiham befinden sich die Reste einer eiszeitlichen Endmoränenlandschaft: die Aubinger Lohe. Die sanften Hügel der Endmoränen und die ins Mittelalter zurückreichende Nutzung als Lehmgrube für Ziegeleien haben eine Parklandschaft entstehen lassen, die seinesgleichen sucht. Mein Glück: das Ganze liegt nur fünf Autominuten von meiner Haustüre entfernt. Ein paar Meter abseits des Parkplatzes taucht man ein in eine grüne Oase. Zeit für Entspannung und endlose Fotomotive.

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2 Gedanken zu “Natur im urbanen Raum


  1. Das Thema mit der Nachverdichtung und heißer Innenstadt ist auch hier aktuell. Von der Green City entfernt sich diese Stadt auch in allen Belangen mehr und mehr.

    Jedes Fleckchen Grün ist daher zu schätzen.
    Du hast wieder eine feine Oase gezeigt! Da gibt es gewiss zu jeder Jahreszeit Motive!

    Liebe Grüße,
    Syntaxia


    1. Vielleicht lernen durch solche Hinweise und Beiträge mehr Leute auf das bisschen Grün auf öffentlichen Grundstücken zu achten. Auf privaten Grundstücken schreitet die Verdichtung in rasantem Tempo voran: Oma‘s Häuschen mit Garten wird abgerissen und das Grundstück bis zur Grenze maximal bebaut. Liebe Grüße Jürgen

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