Bei meiner Sammlung „Münchner Treppen mit Charakter“ darf eine nicht fehlen: der Treppenaufgang in der Bayerischen Staatsbibliothek. Total geradlinig.
Die Treppe könnte mit knapp 7 Meter Breite und 24 Meter Länge gut in ein Schloß passen. Die ursprünglich dem König (Ludwig I) vorbehaltene Treppe bringt heute vorrangig Studenten vom Eingang der Staatsbibliothek direkt in den Lesesaal. Die eigentliche Schönheit dieser Treppe entfaltet sich dem Besucher erst, wenn er oben angelangt ist: die seitlichen Galerien erweitern den Treppenaufgang zu einem prachtvollen Empfangssaal.
Fertiggestellt wurde der Bau samt Treppe 1843 nach Plänen von Friedrich Gärtner. Die „StaBi“, wie die Studenten sagen, ist die größte Universal- und Forschungsbibliothek Deutschlands und das größte deutsche Bildarchiv. Im zweiten Weltkrieg wurde der Bau zu 85% zerstört. Erst 2007 wurden die bunten Wandmalereien an den Fensterseiten des Trepenaufgangs (Bild 1) originalgetreu wieder hergestellt. Das ursprünglich freskierte und ornamentierte Deckengewölbe bleibt bis heute weiß.
Die Galerien zu den beiden Treppenseiten sowie der Vorraum im 1. OG eignen sich hervorragend für Ausstellungen. Bei meinem Besuch zeigten sie gerade Bilder des langjährigen Stern-Fotografen Volker Hintz unter dem Titel „EinBlick“, noch zu sehen bis 2. Februar 2025. Dabei entstand auch das letzte der unten stehenden Fotos.
Die StaBi ist für jeden frei zugänglich und mit Ausnahme der Samstage und Feiertage geöffnet. Wer die Treppe nicht erklimmen kann, für den steht links neben der Pförtnerloge ein Aufzug zur Verfügung.
Weitere Münchner Treppen mit Charakter findest du hier.






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Hallo Jürgen,
ein tolles Gebäude in überzeugenden Ansichten dargestellt.
Viele Grüße Horst
Wie heißt es so schön: das Gute liegt so nah! Ich lebe nun schon mehr als 30 Jahre in dieser Stadt und habe das Kleinod erst jetzt besucht. Liebe Grüße Jürgen