Semana Santa – christlicher Fundamentalismus

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Mir sind die Bilder von Kapuzenmännern aus den amerikanischen Südstaaten im Kopf, wie sie einer weißen Rassenideologie zur Durchsetzung verhelfen wollen, indem sie Schwarze drangsalieren und martialische Feuerriten pflegen. So vorgeprägt, fällt es schwer, den katholischen Prozessionen zur spanischen Semana Santa etwas Positives abzugewinnen. Auch hier treten Kapuzenmänner und -frauen auf, genannt Nazarenos. Sie sammeln sich in der Kirche und ziehen vor Ostern mit markdurchdringendem Getrommel, einem getragenen Wiegeschritt und häufig sogar barfuß durch die Straßen der Städte. Es sind Bußprozessionen bei denen teilweise lebensgroße Holzfiguren aus der Leidensgeschichte Jesu im Zug mitgeführt werden. Die besonders Bußfertigen tragen diese tonnenschweren Holzplastiken auf ihren Schultern und erhalten dann Applaus seitens der Zuschauer, da sie auf Fahrgestelle verzichten. Die laute Musik, die düsteren Verkleidungen, die Vermummung der Gesichter wirken auf mich als unbedarften Zuschauer am Straßenrand bedrohlich und schauerlich. Hier pflegt eine Religion ihre mittelalterlichen, fundamentalistischen Riten. Auffallend ist, dass der andere Teil der spanischen Gesellschaft davon kaum noch Notiz nimmt und lieber dem Fußballspiel in der Tapas-Bar beiwohnt.

🇬🇧 Pictures of  those hooded men in the Southern States of North America as they try to give white racism a break through by bullying black people and celebrating horrible fire rites are coming to my mind. Thus prejudiced it is hard to see anything positive in those Catholic processions during the Spanish Semana Santa. Here too hooded men and women called „Nazarenos“ present themselves. They meet in their church and wander along the streets  in fluctuating steps and often bare foot accompanied by the bloodcurdling sound of drums. These people are celebrating processions of penitence in which life-size wood carved statues from Jesus` passion are shown. Especially strict penitents carry these statues which weigh several tons on their shoulders and are applauded by the lookers-on for abstaining from transporting their load on wheels. To me as a clueless observer the loud music,the covering of faces are threatening and horrifying. Here a religion is celebrating medieval fundamentalistic rites. Strikingly the other half of the Spanish people hardly takes any notice of all this, preferring to watch a football match in the nearest tapas bar.

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