Im Mittelpunkt der IAA in München stehen üblicherweise Autos. Mein Interesse galt etwas anderem: einem Bienenstock im Kaiserhof der Residenz.
Die Präsentation der Autohersteller auf der IAA inmitten der Münchner Innenstadt ist umstritten. Aber noch immer ist das Auto des Deutschen liebstes Kind, auch wenn das Image der eigenen Autoindustrie bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge derzeit arge Kratzer bekommen hat. Die Politik legt mit ihrer Schaukelpolitik „Verbrenner aus“, „Verbrenner an“, noch eine Schippe obendrauf.
Was mich bei der diesjährigen IAA besonders fasziniert hat, war kein Auto, sondern ein Pavillon. Es ist das zum VW-Konzern gehörige spanische Unternehmen Cupra, das sich dieses Bauwerk zutraute. Die Spanier errichteten im Kaiserhof der Residenz einen riesigen Bienenstock. Elegant geschwungen durchbricht er die Strenge des sonst leeren Innenhofs der Residenz. Wer den Pavillon entworfen hat, konnte ich nicht herausbringen.
In der linken Wabenhälfte steht vor imitiertem Vulkangestein eine Conceptstudie für einen künftigen Cupra. Wie bei Spaniern üblich, trägt das Gefährt einen markigen Namen: Cupra Tindaya, benannt nach dem Vulkanberg auf Fuerteventura. Der Slogan „No drivers, no Cupra“ soll angeblich die enge Verbindung von Mensch und Maschine bei diesem Fahrzeug ausdrücken. Typischer Marketing-Spech.
Man mag der Autoschau insgesamt skeptisch gegenüber stehen oder sie für unzeitgemäß halten, aber der Cupra-Pavillon hätte auch ohne die IAA einen längeren Aufenthalt im Kaiserhof verdient. Z.B. für Konzerte und andere Events. Seht selbst.






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Lieber Jürgen,
dein Gespür für Formen und Kontraste und deren fotografische Umsetzung ist einmal mehr genial. Du hast die moderne Wabenkonstruktion herrlich mit dem strengen Mauerwerk des Kaiserhofs kontrastieren lassen. Absolut gelungen!
Liebe Grüße Horst
Lieber Horst, danke, das war es, weshalb es für mich so spannend machte, den Pavillon zu fotografieren. Viele der übrigen Stände waren wie Jahrmarktsbuden relativ beziehungslos in die Stadtarchitektur gestellt.
Liebe Grüße Jürgen