Das Münchner Umland ist voll von zauberhaften Ausflugszielen. Zu den weniger bekannten gehört die kleine Wanderung entlang der Lindenallee bei Aufkirchen: eine Allee mit Ausblick.
Eine Lindenallee auf einem Moränenrücken
Gerade an heißen Sommertagen macht das Wandern nur Spaß, wenn die Strecke einigermaßan schattig verläuft. Das war der Grund, dieses Mal ans Ostufer des Starnberger Sees zu fahren und die kleine Wanderung von Aufkirchen entlang der Lindenallee bis zur Sankt Anna Kapelle und zurück auszuprobieren.
Man startet am Besten vom Parkplatz in Aufkirchen. Die Strecke entlang der Lindenallee bis zur Sankt Anna Kapelle und zurück beträgt nicht einmal drei Kilometer. Aber die Aussicht über die Moränenlandschaft bis zu den Bergen ist wunderschön. Der Weg führt entlang von Kornfeldern, die jetzt im Juli leuchtend gelb/orange einen herrlichen Kontrast zum Grün der Linden und dem weißblauen bayerischen Himmel bieten. Unterwegs passiert man eine Volkssternwarte, ein idealer Standort, da die Lichtverschmutzung hier oben auf dem Moränenhügel relativ gering ist. Den Umkehrpunkt bildet die Sankt Anna Kapelle, davor eine Bank, die den Blick in die Berge ermöglicht. Der Rückweg verläuft zwar auf der gleichen Strecke, bietet aber wieder neue Blickwinkel auf die umliegende Landschaft.
Ein Ort mit Geschichte
Aufkirchen, der Ausgangs- und Endpunkt der kleinen Wanderung, war mir bis dato völlig unbekannt. Der kleine Ort neben Berg am Starnberger See (hier kam König Ludwig II im See zu Tode) existiert wohl seit ca. 1000 n. Chr. Er verfügt über ein empfehlenswertes Gasthaus, eine Grundschule benannt nach dem ehemaligen Schüler Oskar Maria Graf, eine Wallfahrtskirche, ein Karmelitenkloster und einen Friedhof mit bekannten Medienstars wie Heinz Rümann, Petra Schürmann und Harry Valérien. Der Landgasthof „Die Post“ in Aufkirchen hat sich in den letzten Jahren zum Hotel entwickelt, die Speisekarte blieb bayerisch. Vom Biergarten blickt man bis in die Berge.
Ein Bad im See
Wer noch Lust hat, dem empfehle ich auf der Heimfahrt ein kühles Bad im Starnberger See (nahe des Strandhotels Berg, s. letztes Foto). Aber aufgepaßt: hier in der Nähe kam schon mal ein bayerischer König ums Leben.














Hier findest du weitere Blogs zu München.

Lieber Jürgen,
die Allee ist ein toller Aufhänger für eine vielseitige Fotostrecke.
LG Horst
Lieber Horst, vielen Dank. Wie das so ist bei Aufhängern: Aufmerksamkeit erzeugen und Emotionen ansprechen :). Liebe Grüße Jürgen
Lieber Jürgen- das ist auch eines unserer Lueblingsziele am Starnberger See. Und das Lokal mit Blick in die Berge ist auch toll. Schade, dass Du das Oskar Maria Graf Denkmal weggelassen hast…aber vielleicht kommt da noch ein eigener Blog. (Die Bäckerei von Graf ist übrigens heute ein wirklich nettes Café voller Erinnerungen an die Familie Graf. ) Und noch ein Tipp für den Herbst: geht mal den Weg von der Post zum Bismarckturm- ist auch nicht viel weiter- und auch ein sehr eigener Ort. Schönen Gruß Sigi
Lieber Sigi, danke für den Tipp. Ein Grund mehr, nochmals hin zu fahren. Liebe Grüße Jürgen