Works Completed

(Special Locations in München)

Das Streetart-Festival im Werkviertel-Mitte in München-Ost ist beendet. Die Künstlerinnen (es ging diesmal ausdrücklich um Streetartistinnen) haben ihre Werke vollendet und sind inzwischen wieder abgezogen (siehe auch Blog: Work in Progress). Zurück bleiben ihre Kunstwerke, welche die alten Fassaden zu neuem Leben erwecken und einen Besuch für Streetart-Interessierte wieder lohnend macht. Nachfolgend eine Auswahl der neuen Grafitty mit den Namen der Künstlerinnen.

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Reykjavik – bunteste Hauptstadt Europas

Vielleicht liegt es an der geografischen Lage im hohen Norden mit den langen Nächten im Winter: Reykjavik hat eindeutig das bunteste Stadtbild aller Hauptstädte Europas. Nicht nur, dass viele Häuser der Altstadt bunt angemalt sind, sondern es finden sich überall überdimensionale Graffity, nicht wild durcheinander, sondern ordentlich, wie es Isländern und ihren ästhetischen Vorstellungen wohl näher kommt. Reykjavik ist eine junge und aktive Stadt, die in den Sommermonaten nicht nur Touristen aus aller Welt anzieht, sondern viele Studenten, die für ein paar Monate hier Jobs in den Restaurants, Bars oder Touristeneinrichtungen finden. Und es ist eine Stadt mit einer sehr vielfältigen Bevölkerung durch Zuwanderung. Man kann hier gut studieren, welche Vorteile ein offenes gesellschaftliches Klima für eine wirtschaftliche Stadtentwicklung bietet – trotz aller klimatischen Erschwernisse.

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Eine Trafostation als Kunstobjekt

Als die Münchner Beamten am Ende des 19. Jhd. von der Residenzpflicht befreit wurden, entstand vor den westlichen Toren Münchens eine Gartenstadt, heute bekannt als Villenkolonie I und II. Federführender Architekt, Stadtplaner und Bauunternehmer war damals August Exter (1858 – 1933), von dem auch die Trafostation stammt. Glühbirne war damals in, Gasbeleuchtung out, also mußte ein Trafostation für die elektrische Versorgung der Gartenstadt her.

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Münchner Revolutionäre

Nein, nicht der baumumarmende und bienenrettende aktuelle Ministerpräsident ist gemeint, sondern die Revolutionäre der Münchner Räterepublik von 1919. Sie erhielten zum 100. Jahrestag eine moderne Form der Würdigung als Graffiti auf türkis-rosa-orangem Hintergrund. Das haushohe Werk des Künstlers Markus Müller, alias WonABC, befindet sich auf der Vorderseite eines Gebäudes der Stadtwerke München im Stadtteil Giesing und wird sicher länger halten als die damalige Räterepublik.

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Ordnung verdrängt das kreative Chaos

(Special Locations in München)

Im September war ich das letzte Mal dort: im Werksviertel, dem aufstrebenden neuen Büro- und Kreativviertel im Münchener Osten (siehe Blog im Archiv). Nur dass die Kreativen sich inzwischen immer seltener an den noch verbliebenen Graffity-Wänden, sondern immer mehr in den chicen neuen Büro- und Arbeitsräumen engagieren (wenn sie nicht gerade im Corona-Lockdown sind).

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Die Wiederentdeckung der Langsamkeit

Beim Rückblick auf das eigene fotografische Jahr 2020 stellt sich wohl jeder die Frage, wie hat die Corona-Pandemie die eigene Fotografie verändert? Als erstes fällt mir auf, dass ich viel weniger Bilder gemacht habe. Klar, das Reisen in ferne Länder, wo allein wegen der Neuheit schon mehr Bilder aufgenommen werden, war gestrichen. Außerdem fehlten in diesem Jahr viele Veranstaltungen, seien sie öffentlich oder privat. Und in der Streetfotografie war ich es auf Dauer leid, Menschen mit Schutzmasken abzulichten. Was ist nun geblieben?

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Gegen das Vergessen

Es war der 26. September 1980. Ein normaler Oktoberfest-Tag ging zu Ende, die Menschen strömten gegen 22 Uhr dem Ausgang zu. Da passierte es. Das größte Attentat in Deutschland seit dem II. Weltkrieg. 13 Menschen, darunter zwei Kinder starben. 221 Menschen wurden verletzt, teilweise schwer. Viele leiden heute noch unter den traumatischen Ereignissen. Der Attentäter, ein Mitglied der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann kam bei dem Attentat selbst ums Leben. Die Behörden spielten den rechtsradikalen Hintergrund herunter. Nach den Hintermännern wurde nicht wirklich gefahndet. Die Theorie des Einzeltäters sollte davon ablenken. Am Tag nach dem Attentat wurden die Spuren beseitigt und das Oktoberfest fortgesetzt.

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Neue Graffiti-Kunst im schicken Viertel

(Special Locations in München)

Das Werkviertel am Ostbahnhof in München ist für jeden Graffiti-Freund ein Begriff. Inzwischen schreiten die Bauarbeiten für die neuen Gebäude weiter voran und mancher könnte meinen, das Ende der Graffiti-Kunst auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände sei damit besiegelt. Mitnichten. In letzter Zeit sind wieder neue Graffitis entstanden bzw. entstehen dieser Tage neu. Ein Grund mehr, bei schönem Herbstwetter mal wieder hinzugehen. Außerdem gibt es für kurze Zeit dort noch den Oktoberfest-Ersatz #sommerinderstadt mit Fahrgeschäften und Bierausschank.

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