Athen – warum man sich Zeit nehmen sollte

athen_2018_018Wenn man Griechen auf dem Festland erzählt, man verbringe noch fünf Tage in Athen, dann erntet man ungläubiges Kopfschütteln. Athen? Da kann man sich bestenfalls die Akropolis ansehen oder an die Badestrände vor der Stadt fahren, aber niemals mehrere Tage verbringen. Wir haben es ausprobiert. Zugegeben, es wirkt wie eine Mischung aus Dritter und erster Welt. Auf der einen Seite privater Reichtum hinter hohen Mauern und Zäunen in prachtvoll blühenden Gärten, auf der anderen Seite vernachlässigter öffentlicher Raum, angefangene Betonskelette oder dem Verfall preisgegebene Gebäude aus der vorletzten Jahrhundertwende. Weiterlesen

Peloponnes im Frühling

peloponnes_2018_001Wo soll man heutzutage noch hinfahren bei alle den Reisewarnungen, wenn einem in Mitteleuropa der Winter zu lange dauert und man sich nach warmen Sonnenstrahlen sehnt? Hier ein Tipp: den Peloponnes bereisen, Griechenlands größte Insel (nachdem man den Kanal von Korinth gegraben und den Peloponnes vom Rest Griechenland getrennt hatte). Im April blühen in der sonst so kargen, dem Mond ähnlichen Landschaft wie z.B. der Halbinsel Mani, die Büsche in braun, rot und gelb. Der Klatschmohn auf dem Peloponnes ist so dunkelrot, wie sonst nirgendwo. Weiterlesen

Wien – die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität

wien_2018-11Man mag das als Marketingmaschine betrachten. Unbestreitbar ist jedoch, dass Wien eines der vielfältigsten Städte auf dem Globus ist. So ist die wiederholte Auszeichnung der Stadt als jene mit der höchsten Lebensqualität insbesondere für Touristen spürbar. In diesem Jahr kommt noch ein Jubiläum dazu: zum 100. Mal jährt sich der Todestag  Otto Wagners, jenes berühmten Architekten, dem Wien nicht nur eine noch heute hochattraktive Stadtbahn sondern viele architektonische Juwelen aus der Zeit des Jugendstil und der beginnenden Moderne zu verdanken hat. Wer also die Chance nutzen möchte, sich dies anzusehen und nebenbei eine der vielfältigsten Kaffeehauskulturen der Welt kennen lernen möchte – nichts wie hin. Weiterlesen

Munich a Green City in March

stpattrick_24Am letzten Sonntag vor dem Saint Patrick’s Day (17.03.) färben sich die Leopoldstraße und der Wittelsbacher Platz in München grün. Es ist der traditionelle Umzug aller Iren-Begeisterter mit Guinness und Dudelsack-Musik. Auch in 2018 feierten Tausende auf der Straße den irischen Nationalheiligen. Hier einige Teilnehmer: Weiterlesen

Ruhig bleiben. Manchmal aber lauter werden.

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Ein echter Münchner. Und schon eine halbe Ewigkeit im öffentlichen Personennahverkehr. Klaus Ernst kam bereits 1985 dazu. Zunächst bei der Straßenbahn, also oberirdisch. Da ist der Stress größer als unter der Erde. Unten, bei den U-Bahnen, sind es v.a. die Passagiere auf die man als Fahrer ein Auge haben muss. Oben sind es noch die anderen Verkehrsteilnehmer. So ging er 1993 als U-Bahnfahrer unter die Erde, was seiner Gesundheit zuträglicher war. „Ich geh nimmer rauf“ sagt er definitiv.

Macht ihm der ständige Wechsel von hellem Bahnhof und spärlich beleuchteter Tunnelröhre nichts aus? Nein, meint er. Aber am liebsten sind ihm die langen Strecken. Da vergeht die Zeit schneller und man hat bei manchen Strecken am Ende auch die Chance, ans Tageslicht zu fahren.

 

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Beim Döner vereint

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Die jungen Männer, zwischen 21 und 27 Jahre jung, zusammen mit ihrem Schichtführer für die Spätschicht Ersin laden mit ihrem Lachen ein, am Dönerstand Oliva im Untergeschoss der Münchner Freiheit anzuhalten.

Doch hinter jedem dieser scheinbar so fröhlichen Gesichter verbirgt sich ein trauriges Schicksal. Mit knapp 20 Jahren alleine aus Pakistan geflohen. Nach dem Abitur aus der Heimat in der Türkei geflohen, ohne Aussicht darauf den Berufswunsch Apotheker hier in Deutschland zu erreichen. Vor dem Krieg aus Afghanistan geflüchtet, hoffen auf Einbürgerung nach fünf Jahren. Der Wunsch, einen deutschen Pass zu bekommen, um ungefährdet einmal wieder die Heimat besuchen zu können. Weiterlesen

Quick Snack im Untergrund

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Quick Snack im Untergrund

„Ich brauche die Sonne“, meint Tsonka Mateva, als sie sich zum Interview einen Stuhl im Café aussucht. Kein Wunder, kommt sie doch aus der sonnenverwöhnten Hauptstadt Bulgariens, Sofia. Überhaupt macht Sie einen zuversichtlichen Eindruck, wie jemand, der Herausforderungen gerne annimmt. So auch die sprachlichen. Nach einem dreiviertel Jahr in der Schweiz, war sie in München doch überrascht, dass deutsche Sprache so verschieden sein kann. Seit gut neun Monaten lebt und arbeitet Sie hier in München. Morgens zur Sprachschule, für den „B1-Abschluss“ gelernt, nachmittags dann als Verkäuferin im Coffee-Shop auf dem Bahnsteig unter dem Odeonsplatz. Weiterlesen