Vielleicht haben wir den Fehler gemacht, nach der Ankunft am Flughafen direkt zu unserem Quartier in die Altstadt von Marrakesch zu fahren. Der erste Eindruck von Marrakesch war nämlich vor allem laut wegen des höllischen Lärms der Mopeds, die durch die engen Gassen brettern, dunkel wenn man vom Hauptweg abbog, schmerzhaft, wenn man an den Bettlern vorbei musste und arm, wenn man sah, was auf der blanken Straße auf einem ausgebreiteten Tuch zum Verkauf angeboten wurde. Andererseits lernten wir schnell das wirkliche Leben abseits der breiten Boulervards und der bunten Souks kennen. Wenn wir nach unseren Streifzügen zurück in unseren Riad gingen, wurden wir häufig gewarnt, nicht weiter zu gehen. Dabei begegneten uns die Menschen hier überwiegend freundlich, wollten uns nichts verkaufen wie in den Souks, wunderten sich nur, hier Touristen zu begegnen. Besonders am Morgen, wenn die Menschen zu ihrer Arbeit gingen, eine Suppe an der Ecke von einem fliegenden Imbiss kauften, herrschte eine andächtige, friedliche Stimmung. Da konnten wir am besten unsere Streetfotos machen.

Weitere Berichte über Marokko gibt es unter:
Marrakesch abseits der Trampelpfade
Licht und Schatten: Metallhandwerker in Marrakesch
Fes: Bewohner mit Empathie
Khamila, ein Dorf macht Musik
Abseits der Kasbah Ait Ben Haddou
Nomaden in der Steinwüste

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