Es erscheint mir wie eine Erlösung, das kleine Ventil, das sich letzte Woche trotz Pandemie geöffnet hat: hurra, wir dürfen wieder Kunst betrachten. Schnell Ticket reservieren für einen Zeit-Slot von zwei Stunden und Eintauchen in die Kunstwelt: die Restrospektive der englischen Künstlerin Phylida Barlow im Haus der Kunst in München.

Unmittelbar, wuchtig, farbenfroh und manchmal auch augenzwinkernd kommen die riesigen Objekte aus banalem Industriematerial oder Abfall daher. Sie erfüllen, ja erobern den Raum und ich frage mich, wo sonst, wenn nicht hier in den riesigen Hallen des Ostflügels des ehemaligen Nazi-Baus können diese Werke je ausgestellt werden. Und ich freue mich, dass die Künstlerin, die sonst nur Kennern bekannt ist, gerade hier, am jenem Ort, an dem der Begriff „entartete Kunst“ materielle Gestalt annahm, geehrt wird. So verlasse ich die Ausstellung in doppelter Hinsicht zuversichtlich: die Kunst ist wieder frei und geöffnet und wir hoffentlich bald wieder aus der Pandemie entlassen.

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